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Ausverkauft!

Seit Jahren warnen wir davor, dass dieser Zustand unmittelbar bevorsteht – nun ist es bald Wirklichkeit. Der Ausverkauf. Nur noch gut 21 Hektar von insgesamt rund 382 Hektar Gewerbefläche in Lübeck sind verfügbar. Das sind knapp 5,5 Prozent. Bei über 10 Hektar befinden wir uns derzeit in konkreten Verhandlungen und können womöglich in den nächsten Monaten Vollzug melden. Man muss mathematisch nicht sonderlich bewandert sein, um zu bemerken, dass die bestehenden Flächenreserven in Kürze komplett aufgebraucht sein werden.

Als Wirtschaftsförderer ist das einer der denkbar ungünstigsten Zustände. Wir sind dann in einem unserer Kerngeschäfte de facto nicht mehr handlungsfähig. Ich vergleiche diesen Zustand gerne mit einem Kaufmann, der seine in Schlange stehenden Kunden mit leeren Regalen begegnet. Das betrifft im Übrigen nicht nur Ansiedlungen, sondern auch die vielen Anfragen von Lübecker Unternehmen, die hier erweitern und wachsen wollen. Und damit Arbeitsplätze sichern und schaffen. Es ist daher von – ich möchte fast sagen – existenzieller Bedeutung für den Standort, dass die Gewerbegebietsentwicklung mit höchster Priorität vorangetrieben wird.

Mit dem neuen Gewerbepark, in dem südlich der A20 rund 70 Hektar entstehen sollen, sind wir nach vielen Problemen langsam endlich auf einem einigermaßen guten Weg. Ziel muss es jetzt sein, diese Flächen so schnell es geht an den Markt zu bringen, um handlungs- und damit auch wettbewerbsfähig zu bleiben.


Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck und der KWL GmbH berichtet in seiner Kolumne "Wirtschaftslage" alle 14 Tage in den Lübecker Nachrichten über den Wirtschaftsstandort Lübeck. Feedback gerne an: kolumne@luebeck.org

Tags: Kolumne