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Bilinguale Erziehung als Standortvorteil

Bildung als Standortfaktor? Unbedingt, sagt Wolfgang Werner. Er ist Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft „Bilinguale Erziehung in Lübeck“ und setzt sich für die Etablierung einer zweisprachigen Erziehung in Lübeck ein. Im Rahmen des Projektes soll in der Hansestadt Lübeck bis spätestens 2025 ein umfassendes bilinguales Angebot in der Erziehung – vom Kindergarten bis zum Abitur – geschaffen werden. „Mit Blick auf Fachkräfte, die mittlerweile aus der ganzen Welt rekrutiert werden, ist ein solches Angebot ein echter Standortvorteil“, sagt Werner, der die Hansestadt aus seiner Zeit bei der Arbeitsagentur, die er bis 2015 geleitet hat, bestens kennt.

Schon vor der Gründung der Gesellschaft war das Thema internationale Schule immer wieder auf der Agenda vieler größerer Unternehmen in Lübeck, erinnert sich Werner. Prüfungen hätten jedoch ergeben, dass dies nicht rentabel sei. So kam – auch um sich als Standort gegenüber Hamburg konkurrenzfähig zu positionieren – die Idee auf, bilinguale Angebot im Rahmen der regulären Schulen zu etablieren. Ende 2016 wurde dann die Gesellschaft mit dem Ziel gegründet, ein gutes bilinguales schulisches Angebot für Familien zu schaffen, um eine deutliche Verbesserung des Wirtschaftsstandortes Lübeck im nationalen und internationalen Wettbewerb zu erreichen. Denn da ist sich Werner mit seinen Mitstreitern sicher: „Ein gut ausgebautes bilinguales Schul- und Kindergartensystem kann eine fehlende internationale Schule ersetzen.“

Unterstützt wird das Projekt von prominenter Stelle. So zählen zu den Gesellschaftern die Firmen Baader, Bockholdt, Dräger, IGB, Oldendorff, die Sparkasse zu Lübeck sowie Helden Catering. Zu dem Kreis der Partner und Unterstützern gehören zudem die IHK, die Stadt Lübeck, das Kultusministerium des Landes sowie weitere Unternehmen und Stiftungen. „Diese Liste allein macht die Relevanz des Themas noch einmal eindrucksvoll deutlich“, sagt Werner, der die Geschicke der Gesellschaft seit Ende 2017 leitet und das hiesige Angebot sukzessive ausbaut.

Mittlerweile beteiligen sich bereits drei Lübecker Grundschulen an dem Projekt. Gespräche mit weiteren Schulen und Kindergärten laufen bereits. Auch ist es Ziel, das Angebot aus der offenen Ganztagsbetreuung in die Klassenzimmer zu tragen. Auch dazu laufen bereits gute Gespräche mit dem Bildungsministerium in Kiel, verrät Werner. So könne Lübeck im Bereich bilinguale Erziehung sogar zur Modelstadt für den Norden werden. Bis dahin sei es jedoch noch ein weiter Weg. „Unser primäres Ziel ist erstmal, das begleitende Angebot weiter auszubauen und mehr Schulen und Kindergärten anzubinden“, so Werner. Dafür, so Werner weiter, sei man aber auch auf Hilfe angewiesen – schließlich finanziert sich das Projekt ausschließlich über Spenden.

Mehr Informationen zu dem Projekt und zur Unterstützung gibt es unter: www.bilingual-luebeck.de


14.01.2019