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Bitter – aber nötig

Lockdown light – hinter diesem Begriff verbergen sich zahlreiche Maßnahmen, die uns alle in den kommenden Wochen in vielerlei Hinsicht wieder stark einschränken werden. Im Privaten – aber auch im Beruflichen. Sind die privaten Entbehrungen mit Blick auf die derzeitige Situation und etwas Weitsicht sicherlich ohne große Probleme hinnehmbar, kommen auf die Gastronomen, Kulturschaffenden, Touristiker oder etwa Fitnessstudiobetreiber nach harten Monaten und großen Bemühungen Hygienekonzepte umzusetzen, wieder äußerst schwere Wochen zu. Einschränkungen, die von der Intention her absolut richtig sind – auch wenn sie in der Ausgestaltung in Teilen auch zu hinterfragen sind. Und bei vielen Betroffenen mit großer Wahrscheinlichkeit sicherlich auf wenig Gegenliebe stoßen.

Umso mehr muss es daher nun oberstes Ziel der Verantwortlichen auf Bundes- und Länderebene sein, eine lang- aber mindestens mittelfristige Strategie zu entwickeln, die aufzeigt, wie es nach diesem Lockdown light weitergehen soll. Sind es doch neben den Einschränkungen selbst vor allem auch die Unsicherheit und die Unplanbarkeit, die das wirtschaftliche Arbeiten für viele Unternehmer zusätzlich erschwert. Das dies keine leichte Aufgabe ist, ist klar. Es muss jedoch alles getan werden, um diese Perspektiven aufzuzeigen.

Jeder Einzelne kann sich in der Zwischenzeit wieder solidarisch zeigen und seine Lieblingsorte mit dem Kauf von Gutscheinen oder dem Nutzen von Außer-Haus-Services so gut es eben geht unterstützen. Besonders bedenken sollte man hier wohl vor allem die Clubbetreiber, die sich nun mittlerweile seit rund acht Monaten im Lockdown befinden.

 

Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck und der KWL GmbH berichtet in seiner Kolumne "Wirtschaftslage" alle 14 Tage in den Lübecker Nachrichten über den Wirtschaftsstandort Lübeck. Feedback gerne an: kolumne@luebeck.org

Tags: Kolumne