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Das Salz in der Alltagssuppe

Die Sorgen sind groß in der Veranstaltungswirtschaft. Zu recht. Strenge Regeln und vor allem mangelnde Planungssicherheit erschweren die Arbeit bei vielen Unternehmen immens – machen sie in Teilen unmöglich. Wie kaum eine andere Berufsgruppe leiden die Veranstalter seit Ausbruch der Corona-Krise – und durch die damit einhergehenden Beschränkungen. Aber – so abgedroschen der Spruch auch klingen mag: Not macht erfinderisch. Viele von Ihnen haben ihre Geschäftsmodelle bereits angepasst – sind kreativ geworden und nutzen ihr Know-How und ihre Netzwerke für neue Ideen und Konzepte.

Und so schwer und herausfordernd dies auch sein mag – ihnen bleibt kaum etwas anders übrig. Kann doch niemand sagen, wann welche Beschränkungen gelockert werden. Oder ob es im Rahmen einer zweiten Welle gar weitere Verschärfungen gibt. Umso wichtiger war nun das Zeichen des Bürgermeisters, die Branche zum Gespräch einzuladen und ihnen verwaltungsseitig für neue Ideen und Konzepte bestmögliche Unterstützung zuzusagen. Es darf in solchen Zeiten schließlich nicht an der Bürokratie scheitern.

Nun ist zu hoffen, dass es möglichst vielen – von Kneipiers, über Veranstalter, Caterer, Techniker bis hin zu Live-Musikern – gelingt, ihre Geschäftsmodelle zu verändern und sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Auch aus ganz egoistischen Gründen – sind doch die Konzerte, Feiern und Events das Salz in unserer Alltagssuppe. Sie schaffen Momente, die unser aller Leben besonders machen. Das brauchen wir. Auch – oder sogar erst recht – in diesen Zeiten.


Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck und der KWL GmbH berichtet in seiner Kolumne "Wirtschaftslage" alle 14 Tage in den Lübecker Nachrichten über den Wirtschaftsstandort Lübeck. Feedback gerne an: kolumne@luebeck.org

Tags: Kolumne