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Der richtige Weg

Die Maßnahmen, die Bund und Länder zur Eindämmung der Pandemie getroffen haben, waren drastisch – und sind es trotz inzwischen erfolgter Lockerungen immer noch. Mir als Wirtschaftsförderer in einer Stadt wie Lübeck fällt es insbesondere mit Blick auf den besonders hart getroffenen Tourismus und allem, was da so dranhängt, besonders schwer, das zu akzeptieren. Werden doch in Lübeck allein im Bereich Freizeit und Tourismus – ohne Einzelhandel, Gastronomie und ähnlichem – jährlich rund eine viertel Milliarde Euro umgesetzt. Tausende Arbeitsplätze hängen an diesem Sektor. Man kann sich in etwa vorstellen, wie groß die Verluste bei einem zweimonatigem Shutdown zum Saisonauftakt sind.

Und trotzdem – mit Blick auf das Gemeinwohl sind die getroffenen Entscheidungen im Großen und Ganzen wohl nicht nur nachvollziehbar und vertretbar, sondern auch richtig. Die aktuellen Zahlen aus dem Gesundheitswesen bestätigen das. Dass ein Shutdown aber trotzdem keine dauerhafte Lösung sein kann, liegt wohl nicht nur für Wirtschaftsförderer auf der Hand. Entscheidend wird sein, jetzt in dem gebotenen Tempo den Betrieb – auch beim Tourismus - schrittweise wieder hochzufahren. Die Signale, die diesbezüglich aus Kiel und Berlin kommen, können durchaus positiv gedeutet werden.

Und vielleicht erfährt der Tourismus in Nach-Corona-Zeiten ja auch einen extra Schub – etwa durch die neue Solidarität mit der Region. Überfüllte Ferienflieger werden wohl erst einmal der Vergangenheit angehören. Bleiben Sie solidarisch!


Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck und der KWL GmbH berichtet in seiner Kolumne "Wirtschaftslage" alle 14 Tage in den Lübecker Nachrichten über den Wirtschaftsstandort Lübeck. Feedback gerne an: kolumne@luebeck.org

Tags: Kolumne