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Die Uni auf dem Weg ins digitale Zeitalter

„Es passiert bereits ganz viel – aber bisher noch etwas unstrukturiert. Das wollen wir ändern“, sagt Prof. Stefan Fischer. Der Vizepräsident der Universität zu Lübeck hat sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Digitalisierung an der Uni voranzutreiben. Bei einer Institution mit rund 1000 Mitarbeitern und über 4000 Studierenden eine Mammutaufgabe. Aber eine lösbare – da ist sich Fischer sicher.

Zwei Richtungen hat der Informatiker dabei im Blick: die nach innen und die nach außen. Bei der internen Betrachtung steht vor allem das Thema Prozessoptimierung im Blickpunkt.  Vier Themenfelder hat Fischer dabei gemeinsam mit seinen Mitstreitern aus dem Präsidium ausgemacht: Forschung, Lehre, Technologietransfer und Verwaltung. „In den ersten Schritten wird der Fokus ganz klar auf den Themen Lehre und Verwaltung liegen“, so Fischer. In diesen Bereichen sei enormes Potenzial vorhanden, wodurch sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Studierenden verbessern und durch geringeren Personal- und Ressourcenaufwand Kosten reduzieren lassen. Man denke etwa an die gesamte Formularverwaltung der Mitarbeiter oder das Lebenszyklusmanagement der Studierenden, sagt Fischer. „Hier müssen Prozesse zukünftig noch stärker standardisiert und digitalisiert werden – daran arbeiten wir.“

Bei der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie nach außen hat Fischer vorrangig zwei Themenfelder im Blick. Zum einen den Bereich Medizin: Hier wurden in einem ersten Schritt alle Angebote und bestehenden Handlungsfelder erfasst und in einer Mind-Map festgehalten. „Im zweiten Schritt wird es in einem Workshop nun darum gehen, dass wir daraus gezielt Inhalte für die Forschung und spezielle Angebote für den Markt entwickeln“, sagt Fischer. Dabei hat der Informatiker mit Fokus auf Pflege und Gesundheit auch das Internet der Dinge im Auge.
 Zum zweiten wird es um den Bereich E-Government gehen: Hier wurde mit der Einrichtung einer ersten Professur der Grundstein gelegt. Weitere Schritte – etwa die Errichtung einer weiteren Professur zum Thema Ethik und Technologiefolgenabschätzung – sind in Planung. Dabei hat er auch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteuren auf dem Wissenschaftscampus im Blick. „Mittel- bis langfristig würde ich auf dem Campus gerne eine Art Digitalisierungs-Kompetenzzentrum einrichten, von dem auch die regionale Wirtschaft und Verwaltung profitieren kann. Schließlich haben wir die vielen unterschiedlichen Kompetenzen hier am Standort – die müssen wir noch besser nutzen.“

Um das gezielt auszusteuern und die unterschiedlichen Disziplinen mitzunehmen, gibt es neben Fischer und seinen Präsidiumskollegen einen „strategischen Beraterkreis Digitalisierung“, der sich aus Professoren und Mitarbeitern der unterschiedlichen Institute zusammensetzt und bei der Umsetzung der einzelnen Projekte berät. Einen festen Plan mit konkreten Timings gibt es bei der Umsetzung allerdings nicht. „Wir sehen das Ganze als dynamischen Prozess, der uns in den nächsten Jahren begleiten wird“, so Fischer.

Man darf also gespannt sein, was dort auf dem Campus im Bereich Digitalisierung in den kommenden Monaten passiert.

Tags: Digitalisierung / Innovation / Wissenschaft