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Herausforderungen kennen, Chancen nutzen

Ein starker Wirtschaftsfaktor – das ist der Einzelhandel in Lübeck. Als Oberzentrum, das Tagestouristen und Kaufwillige aus dem direkten Umland lockt, und als beliebtes Reiseziel, das für stetig wachsende Tourismuszahlen sorgt, hat die Stadt seit Jahren hohe Handelsumsätze bei einer starken Zentralität zu verbuchen. Das heißt, dass die Kaufkraftzuflüsse die Abflüsse deutlich übersteigen.

Der Einzelhandel darf aber nicht den Fehler begehen, sich auf dem Erreichten auszuruhen und die Entwicklungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, zu ignorieren. Noch können die bundesweiten Rückgänge im stationären Handel in Lübeck durch die steigenden Tourismuszahlen abgefedert werden. Bei einer nachrückenden digitalen Generation mit verändertem Einkaufsverhalten, einem Wachstum im Tourismus, der sich langsam der Sättigung nähert, und einer erstaunlich lang anhaltenden konjunkturellen Hochphase, sollte man sich nicht drauf verlassen, dass dieser Zustand ewig hält. Allen Prognosen nach ist sogar eher das Gegenteil zu erwarten.

Hier ist noch großer Nachholbedarf für den Lübecker Einzelhandel. Die Möglichkeiten der digitalen Welt müssen in voller Breite genutzt werden, um an den Mehrwerten teilzuhaben – und nicht darunter zu leiden. Egal, ob es etwa um strukturelle Optimierungsprozesse, neue Absatzmärkte oder innovative Kundenansprache und Bindung geht. Hier müssen die nötige Infrastruktur und weitere Maßnahmen für den Einzelhandel geschaffen werden, um diesen starken Lübecker Wirtschaftsfaktor dauerhaft konkurrenzfähig zu halten.


Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck und der KWL GmbH berichtet in seiner Kolumne "Wirtschaftslage" alle 14 Tage in den Lübecker Nachrichten über den Wirtschaftsstandort Lübeck. Feedback gerne an: kolumne@luebeck.org


Tags: Kolumne