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Image aufpolieren

Marode Brücken, schlechte Parksituation, fehlender Wohnraum, wenig Gewerbeflächen und Verödung der Innenstadt – bei der Selbstwahrnehmung kommt Lübeck oftmals nicht allzu gut davon. Andere Städte machen das alles ein wenig besser – so könnte man meinen. Aber das Gras des Nachbarn ist ja bekanntermaßen immer ein wenig grüner als das eigene – wie es so schön heißt.

Doch so sehr ich es auch für wichtig und richtig erachte, den Finger in die Wunde zu legen, um Veränderungen an den nötigen Stellen herbeizuführen – man muss manche Dinge auch nicht schwärzer malen, als sie sind. Und gerade in der Außendarstellung kann der eine oder andere Klecks bunte Farbe zudem auch nicht schaden. Denn sind wir mal ehrlich: Unsere Stadt hat vieles zu bieten und das können und sollten wir auch verstärkt zeigen. Wir haben noch eine intakte und attraktive Innenstadt, kurze Wege, zahlungskräftige Touristen, eine starke und vielfältige Unternehmenslandschaft, aktive Branchennetzwerke, innovative Hochschulen und neue Gewerbeflächen für weiteres Wachstum in Arbeit. Und nebenbei: Wer mal in Hamburg im täglichen Stau gestanden hat, der sieht auch die Lübecker Verkehrssituation gleich in einem anderen Licht.

Wir alle sollten unsere Stadt nicht schlechter machen, als sie ist. Das nützt niemanden und ist nicht zielführend. Eher sollten wir die Stärken in den Fokus rücken und daran mitwirken, das negative Image ein wenig aufzupolieren.


Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck und der KWL GmbH berichtet in seiner Kolumne "Wirtschaftslage" alle 14 Tage in den Lübecker Nachrichten über den Wirtschaftsstandort Lübeck. Feedback gerne an: kolumne@luebeck.org

Tags: Kolumne