nach oben
Menü
 
 

Interreg-Ausschuss beschließt Förderung des deutsch-dänischen Projekts „Fehmarnbelt Growth Region“

Ein wichtiger Meilenstein für die deutsch-dänische Zusammenarbeit im Zuge des Baus der Festen Fehmarnbeltquerung: Am 25. Juni hat der Interreg-Ausschuss bei seiner Sitzung im dänischen Næstved beschlossen, das Projekt „Fehmarnbelt Growth Region“ zu fördern. Bereits seit Juni 2025 hatte die Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH als Leadpartnerin gemeinsam mit ihren Partner:innen intensiv an dem Projektantrag gearbeitet, der im November 2025 eingereicht und nun bewilligt wurde. Zu den Projektpartner:innen zählen die Hansestadt Lübeck, der Kreis Ostholstein, die IHK zu Lübeck sowie die dänischen Partner:innen Femernbelt Development, Næstved Kommune und Lolland Kommune.

Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts ist es, eine tragfähige, grenzübergreifende Organisationsform mit klaren Strukturen, Aufgaben und politischer Legitimation zu entwickeln. So soll die gesamte Region zwischen Hamburg und Kopenhagen/Malmö im Kontext der Festen Fehmarnbeltquerung dauerhaft sichtbarer und handlungsfähiger werden. Dafür sollen erfolgreiche Vergleichsregionen im europäischen Raum mit ihren bestehenden Kooperations- und Organisationsstrukturen untersucht werden.

Das Projekt läuft bis August 2029 und ist in drei Phasen unterteilt. In Phase A stehen die Bedarfsanalyse zu relevanten Aufgaben einer deutsch-dänische Struktur sowie die Einbindung der Stakeholder im Mittelpunkt. Phase B widmet sich der strategischen und institutionellen Ausgestaltung. In der abschließenden Phase geht es dann konkret um Pilotierung und die Vorbereitung der Verstetigung des Projekts.

Das Projekt „Fehmarnbelt Growth Region“ hat ein Gesamtbudget von 1,63 Mio. Euro, von denen 35 Prozent als Eigenmittel von den Projektpartner:innen aufgebracht werden. Die Koordination und Steuerung des Projekts liegen bei der Wirtschaftsförderung Lübeck als Leadpartnerin.

„Mit dem Projekt starten wir zum jetzigen Zeitpunkt genau die richtige Initiative, um gemeinsam mit unseren Partner:innen auf deutscher und dänischer Seite Chancen und Potenziale zu beleuchten und unsere grenzübergreifende Zusammenarbeit langfristig rechtssicher und tragfähig auszurichten“, so Lübecks Wirtschaftssenatorin Pia Steinrücke, die das Projekt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Lübeck initiiert hat.

„Nach fast 30 Jahren erfolgreich gelebter deutsch-dänischer Interreg-Kooperation ist eine dauerhafte, grenzübergreifende Struktur der nächste logische Schritt. Seit 1998 nutzen wir befristete Projekte für unsere gemeinsamen Ideen – jetzt richten wir uns konsequent an den konkreten Bedarfen aus, schaffen verlässliche Strukturen und eröffnen der Fehmarnbeltregion als Rückgrat zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen neue Perspektiven für Standortentwicklung, Mobilität, Fachkräftesicherung, Tourismus sowie Klima- und Umweltschutz“, sagt Dario Arndt, Prokurist der Wirtschaftsförderung Lübeck und Antragsteller. 

Offizieller Projektstart ist im September 2026.

01.07.2026