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LHG führt den Lübecker Hafen in die Zukunft

Visionen – dieses Wort fällt häufig, wenn man mit Tom Patrik Österreich über Strategie und die Entwicklung am Lübecker Hafen spricht. Visionen – sie sind es auch, die ihn und sein Team vom städtischen Hafenbetreiber LHG antreiben. Im Mittelpunkt dabei steht im Moment ganz klar das Thema Digitalisierung. „Wir wollen unseren Hafen in die digitale Zukunft führen und als Innovationstreiber bei den Entwicklungen vorangehen“, sagt Österreich, der bei der LHG den Bereich Organisation, Informationstechnologie und Hafenbahn leitet.

Wie das konkret aussieht? An drei Projekten für den Hafen der Zukunft arbeitet die LHG derzeit mit verschiedenen Partnern. Förderung gibt es dabei über das Programm für innovative Hafentechnologien (IHATEC) vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Insgesamt geht es um ein Projektvolumen von mehr als fünf Millionen Euro – zu großen Teilen gefördert. „Es sind unterschiedliche Bausteine, die auf die relevanten Zukunftsthemen eingehen“, so Österreich.

Ein zentrales Thema dabei ist die Verarbeitung und Vereinheitlichung des durch die Digitalisierung stark erhöhten Datenaufkommens am Hafen und entlang der gesamten maritimen Transportkette. Dabei geht es darum, einheitliche Standards und ein Logistiksystem bzw. eine Plattform zu entwickeln, um Prozesse bei Buchungs- und Dispositionsvorgängen transparenter und effizienter gestalten und steuern zu können. „Am Hafen laufen mit jedem Schiff, jedem Lkw und jedem Frachtgut zahlreiche digitale Informationen ein – wir müssen lernen, diese besser zu nutzen und daraus Vorteile für alle Beteiligten zu generieren“, beschreibt Österreich den Hintergrund des Projekts.

Ein weiteres wichtiges Thema wird unter dem Projektnamen „SecurePort“ behandelt: Sicherheit. Ziel des Projektes ist, mit innovativen IT-Lösungen Möglichkeiten der Automatisierung und Optimierung von Sicherheitsfragen zu erarbeiten und umzusetzen. Konkret soll es dabei um den Einsatz von Drohnen und Unterwasserrobotern zur Kontrolle und Überwachung gehen. Die Umsetzung der Anforderungen der EU-DSGVO, des IT Sicherheitsgesetzes, der Cyberabwehr und der GoBD spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. „Mit dem Projekt“, so Österreich, „wollen wir das Sicherheitskonzept am Lübecker Hafen im digitalen Zeitalter neu denken und als LHG Vorreiter beim Einsatz von Flug- und Unterwasserdrohnen im Hafenumfeld werden.“ Angelegt sind die Projekte jeweils bis Ende 2019 bzw. 2020.

Neben den vielen Mitarbeitern der LHG, die projektübergreifend an diesen Themen arbeiten, gibt es auch externe Projektpartner. Allen voran das Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen (ISP) und das Institut für technische Informatik der Universität zu Lübeck. Drei Mitarbeiter der Uni sind für die Projekte sogar in die Büros der LHG gezogen. „Wir sind so enger zusammen und können intensiver zusammenarbeiten und uns ganz direkt austauschen“, erklärt Torsten Lohse, der die Projekte als Gruppenleiter Organisation seitens der LHG operativ führt. Weitere Partner sind etwa das Fraunhofer CML, die Condor IMS, die Intergermania oder Lufthansa Industry Solutions.

Mehr Informationen über den Lübecker Hafen und die Projekte gibt es auf den Seiten der LHG und IHATEC.

Tags: Förderung / Innovation / Wissenschaft / Digitalisierung