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Logistik im Wandel

Am Donnerstag, den 05. September, eröffnete Bürgermeister Jan Lindenau gemeinsam mit dem Vorsitzenden des logRegio e.V., Jörg Ullrich, das 9. logRegio Logistikforum in den Lübecker media docks. Das Thema des Logistikforums in diesem Jahr lautete „Logistik im Wandel – Change-Management in digitalen Zeiten“.

In seinen Eröffnungsworten ging Bürgermeister Lindenau auf persönliche Erlebnisse zum Thema Change- und Veränderungsmanagement in der Lübecker Stadtverwaltung ein und bot somit einen gelungenen Einstieg in das Tagesthema. „Veränderung hat noch nie erfolgreich funktioniert, wenn sie per Order von oben nach unten angeordnet wurde. Es ist aus meiner Sicht daher erforderlich, die Akteure, die von Veränderungen betroffen sind, an die Themen heranzuführen und sie aktiv in den Veränderungsprozess mit einzubeziehen. Nur so schafft man die benötigte Akzeptanz für Veränderungen bei den Betroffenen und Akzeptanz ist die Grundlage für erfolgreiche Veränderungsprozesse“, betonte Lindenau.

Einen Einblick in die gelebte Praxis zum Thema Change-Management im Hause Dräger gab dann Stephan Schick, Geschäftsführer und Head of Inbound Logistics der Dräger Interservices GmbH, in seinem Impulsvortrag „Stillstand ist Rückschritt – Mitarbeiterpotentiale für Veränderungen nutzen“. Schick präsentierte den Gästen des Logistikforums das Leitbild „WeLead“ für Zusammenarbeit und Führung im Hause Dräger. „Zusammenarbeit und Führung ist für das Unternehmen Dräger ein wichtiges Handlungsfeld für die kommenden Monate und Jahre. Unsere Führungskultur soll uns dabei helfen, die Zusammenarbeit im Team und über Schnittstellen noch effizienter und im Sinne unserer Kunden voranzubringen“, so Schick.

Als weiteres Beispiel präsentierte Schick den Gästen das „Dräger Shopfloor Management 2.0“ als Basistool für kontinuierliche Verbesserung, um durch tägliche Ermittlung von Status und Abweichungen im Produktionsbereich Probleme schnell sichtbar zu machen, zu besprechen und gezielt Aktionen zur Beseitigung einleiten zu können. „Unser Shopfloor Management bindet alle Mitarbeiter in die Entstörung und Verbesserung unserer Arbeitsabläufe ein. Dies steigert die Akzeptanz für Veränderungen und führt im Ergebnis zu einer höheren Qualität und einem gesteigerten Erfolg“ so das abschließende Fazit von Stephan Schick.

Im zweiten Teil des Logistikforums wurde es dann für alle Beteiligten aktiv. Hierzu hatten sich die Veranstalter die Expertise des Instituts für Logistik und Produktion der Technischen Hochschule Lübeck gesichert. Die Professorinnen, Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter kamen im Format des World-Cafés mit den anwesenden Gästen an acht Stationen tiefer in den Austausch zum Thema Change-Management. Diskutiert wurden u.a. die Themen kundengetriebene Anforderungen der Zukunft an die eigenen Strukturen und Prozesse, Stolpersteine auf dem Weg zum erfolgreichen Change-Management, die zukünftige Zusammenarbeit der Generationen Babyboomer und Y/Z, Anforderungen für Führungsteam und Mitarbeiter beim Change-Management sowie technische Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung und Notwendigkeiten der unternehmensübergreifenden Kollaboration in der digitalen Supply Chain.

Die Gäste zeigten sich begeistert von dem gewählten Veranstaltungsformat und brachten sich intensiv in die Diskussionen an den einzelnen Themenstationen ein. Die Ergebnisse wurden am Ende durch die Kollegen und Kolleginnen der Technischen Hochschule Lübeck präsentiert.

So zeigte sich dann am Ende des Logistikforums auch der Vorsitzende des logRegio e.V., Jörg Ullrich, froh und bestätigt, dass die gewählte Veränderung des Veranstaltungsformates für das 9. logRegio Logistikforum auf so positive Resonanz bei den anwesenden Gästen gestoßen ist. Ullrich versprach, dass die Gäste sich zum Jubiläum des 10. logRegio Logistikforums im Jahr 2020 wieder auf eine überaus interessante Veranstaltung freuen dürfen.

Weitere Infos sowie eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier: https://logregio.de/9-logregio-logistikforum


11.09.2019